Wie bin ich zu den Rosenkreuzern gekommen

Wenn Interessenten in unsere Gruppe kommen werden wir oft gefragt, wie wir zu den Rosenkreuzern gekommen sind.

Ich vermute, es könnte interessieren, welche verschlungene Wege mancher Mensch geht, um sich dann für diesen Weg zu entscheiden.

Hier mein ganz persönlicher Bericht:

Schon als Kind  hatte mich das Wort ‚Rosenkreuzer‘ fasziniert, die Ägyptischen Pyramiden aber auch die Pyramiden in Lateinamerika, die Geschichten um den heiligen Gral, die Alchimisten usw. waren immer interessante Themen für mich.

Nun sei gleich bemerkt, dass die Aufzählung dieser Stichworte lediglich andeuten sollen, dass ich als Kind einen Hang zu den spirituellen Rätseln dieser Welt hatte, die nicht alle im Zusammenhang mit den Rosenkreuzern stehen.

Nun gut: als Studentin Anfang der 80-er Jahre las ich zufällig das alternative Reisemagazin ‚Fernweh‘. Dort gab es einen Artikel, der das Leben zweier Deutscher Auswanderer nach Irland beschrieb.

Diese beiden jungen Männer experimentierten mit der sog. Pyramidenenergie. Sie bauten die Pyramide von Giszeh masstabsgetreu nach und machten damit einige interessante Erfahrungen wie z.B. das länger Frischhalten von Lebensmitteln oder das Schärfen von Rasierklingen.

Das fand ich hochspannend und nahm Kontakt zu den beiden Männern auf und hatte 2 Jahre Briefkontakt mit dem einen. Dann entschied ich mich nach Irland zu fahren und den einen der beiden, Pete,  zu besuchen.

Mein Irlandbesuch fand im Jahre 1985 statt und er war geprägt von einigen kleineren spirituellen Erlebnissen.

Bei Pete im Haus gab eines kleines Bücheregal. Auf diesem Regal stand eine winzige aufklappbare Werbebroschüre in einem amerikanischen Format. Dieses Werbeblättchen im Stil der 50-er Jahre zeigte eine nächtliche Unwetterszene mit einem Blitz und aus der linken Seite des Bildes sah man eine Hand in diesen Himmel reichen. Diese Hand nahm gewissermaßen diesen Blitz auf. Darunter stand ‚Das Unendliche in Ihrer Reichweite‘.

Dieses Blättchen erweckte sofort mein Interesse und ich fragte Pete, was das denn sei. Er antwortete mit verschmitztem Grinsen ‚Das ist für Dich‘. Mehr sagte er nicht und drückte es mir in die Hand. Ich las die paar Zeilen, die kurz über die Rosenkreuzer von AMORC informierten.

Ich wusste sofort: das ist es, da habe ich immer nach gesucht. Das Wort ‚Rosenkreuzer‘ elektrisierte mich und ich erinnerte mich an die Faszination, die dieses Wort und die Geschichten darum mich als Kind schon in den Bann gezogen hatten. Für mich war es eine 100% Gewissheit. Zu Hause angekommen, meldete ich mich sofort an und nahm auch sogleich an einer größeren Veranstaltung teil.

Dies ist mein rein persönlicher und eben sehr individueller Weg, der über Irland führte, zu den Rosenkreuzern.

Das Besondere an den Rosenkreuzern

Es gibt einige Rosenkreuzervereinigungen in Deutschland. Alle behaupten von sich, die authentischen Nachfolger der alten Rosenkreuzer zu sein.

Warum bin ich gerade Mitglied der Rosenkreuzer Gruppe von AMORC aus Baden-Baden? Was ist für mich das Besondere?

  • die erfahrbare Toleranz anders denkender Menschen gegenüber
  • der fehlende Dogmatismus
  • das Fehlen eines Personenkults
  • der ehrliche Wunsch eines jeden studierenden Rosenkreuzers für das Wohlergehen der Mitmenschen
    Hier gibt es einen wahrlich innerlich tief berührenden Gruß, den ein Rosenkreuzer einem Bruder oder eine Schwester beim Abschied mitteilt:

Meine Wünsche für Deinen wahren inneren Frieden sind immer mit Dir

Dies solltest Du Dir gewissermaßen ‚auf der Zunge zergehen lassen‘, hinspüren was dies wirklich bedeutet. Natürlich nur dann, wenn es von Herzen kommt.